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Donnerstag, 10. November 2016

Warum wir Trump offensichtlich brauchen

Unsere Welt ist in einen ziemlichen Wirbel geraten. Die alten Monster wie Rasissmus, Sexismus, Populismus, die wir schon überwunden glaubten, kommen wieder an die Oberfläche. Vielleicht müssen wir ihnen wieder direkt ins Gesicht sehen um zur Einsicht zu gelangen - der einzige Weg zu positiver Veränderung liegt in uns selbst. In dem wir uns aus Abhängigkeiten lösen und den eigenen Schatten statt durch Projektion auf den anderen im Außen, in uns entdecken und erlösen. Doch oft muss erst das Tal durchschritten werden, bevor es wieder aufwärts gehen kann.

Wie man an den weltweiten Tendenzen sieht, bäumt sich das Patriarchat ordentlich auf und will uns alte Machtverhältnisse und Abhängigkeiten als Lösung vorgaukeln. Menschen erhoffen sich durch die Wahl der entsprechenden Person, die diese alten Werte vertritt, Schutz vor Umbruch und Gefühlen von Unsicherheit und Angst. Sie verlangen Veränderung, ohne zu erkenne, dass diese nur aus dem eigenen Inneren entstehen kann. Die Welt ist im Umbruch, alte Systeme und Strukturen funktionieren nicht mehr, das Ungleichgewicht wird immer größer und wir spüren, da muss sich etwas ändern und Altes Neuem Platz machen. Diese Übergangsphase ist jedoch schwierig. Denn das Neue ist noch nicht erdacht, noch nicht entwickelt und somit auch nicht greifbar. Auf alte Mechanismen zurückzugreifen, die zwar keine Verbesserung bringen, oft sogar das Gegenteil bewirken, ist ein alter Trick. Auch in der persönlichen Entwicklung begegnen wir diesem Umstand. Das Unterbewusstsein wählt das Vertraute oft Negative, aus der Annahme, dass dies mehr Sicherheit bietet, als sich dem Neuen wirklich zu öffnen. Die Welt scheint in dieser Phase zu sein und nochmal eine Runde im Alten drehen zu wollen. Doch die Vergangenheit kann keine Lösung für die Zukunft sein.

Auf alte Mechanismen zurückzugreifen ist ein alter Trick


Dem Neuen können wir uns nur furchtlos stellen und uns behutsam herantasten, auch wenn es sich wie eine Fahrt im Nebel anfühlt, wo wir erst mal nicht wissen und nicht verstehen. Denn über das Neue haben wir keine Kontrolle. Angst und Ungeduld und die Überzeugung, selbst nichts bewirken zu können, öffnet alten, radikalen und kurzsichtigen Konzepte wieder Tür und Tor. Manchmal ist das notwendig, damit auch alle verstehen und begreifen. Durch das Sichtbar werden, kann uns dieser kollektive Schatten bewusst und vielleicht geläutert werden. Wenn die damit verbundene Ent-Täuschung geschieht und das Ego durch Schmerz wachgerüttelt  wird, können die alten Fesseln abgestreift werden.

Wenn wir diese Bewegung konstruktiv gestalten wollen, dann können wir dies, indem wir bei uns selbst bleiben und überprüfen, wo es noch in uns Intoleranz und Ausgrenzung, Krieg im Kopf, Mangel, Hass und Rachegelüste  gibt und diese Muster lösen. Dann werden sie uns auch nicht mehr im Außen gespiegelt. Statt andere anzuklagen und für unsere Misere verantwortlich zu machen und damit die Ohnmacht zu vergrößern, können wir nach Wegen suchen, in die Eigenverantwortung zu gehen und die Welt aktiv zu einem besseren Ort zu machen, statt passiv zu erwarten, dass es jemand für uns tut.

Finde Möglichkeiten, wo du dich einbringen und selbst wirksam werden kannst


Entscheide dich jetzt für etwas Neues in dir und nimm dein Schicksal selbst in die Hand. Finde Möglichkeiten, wo du dich einbringen und wirksam werden kannst. Du hast alles was du benötigst in dir. In dir ist ein mächtiges Potenzial, das sich entfalten will. Entscheide dich für die Liebe, für den Frieden und für Toleranz und Großzügigkeit. Gib positiven Menschen und Projekten deine Aufmerksamkeit. Glaube an dich und vertraue ins Leben, auch wenn die Umstände gerade nicht so schillernd sind. Vermeide Angriff und Destruktivität, harsche Kritik und Schwarz-Weiß-Denken. Niemand ist perfekt, niemand ist nur schlecht und alles ist mit einander vernetzt und die Welt sehr, sehr komplex. Oft erkennen wir erst aus dem Rückblick, wofür manches notwendig war. Es gibt viele verschiedene Perspektiven, viele Wege und viele Wahrheiten. Manchmal bringen selbst Irrwege Erkenntnisse, die letztlich zum Ziel führen. Mehre positive Energie und du wirst eine positive Entwicklung erleben. Sei du die Veränderung, die du dir wünschst.

Freitag, 1. Mai 2015

Wie das Bewusstsein „Wirklichkeit schaltet" - Dr. Ulrich Warnke im Gespräch

Bewusstsein erschafft Realität


Oft wird Bewusstsein mit positivem Denken verwechselt. Positiv zu denken ist grundsätzlich kein Fehler, doch oft ist Denken und Fühlen nicht miteinander verbunden. Das heißt oben denkt etwas und weiter unten im Bauch fühlt etwas, und zwar oft ganz was anderes. 

Um die eigene Realität zu beeinflussen, braucht es Gefühle, oder genauer die Wahrnehmung der eigenen Gefühle. Denn die erzählen dir etwas darüber, was du wirklich glaubst. Das wovon du zutiefst überzeugt bist, wird real. Gerade was Heilung betrifft, ist es von entscheidender Bedeutung, ob du daran glaubst, dass du geheilt werden kannst. Wenn du da immer wieder Zweifel hegst, Ängste oder Unsicherheit fühlst, dann beeinflusst dies deine Wirklichkeit und Heilung kann dann nicht in dem gewünschten Maße passieren. 


Du kannst dem entgegenwirken, in dem du dich selbst immer wieder in einem geheilten Zustand visualisierst. Du stellst dir vor, wie sich das anfühlt, sich wieder ganz heil und gesund zu fühlen. Dies geht meist mit einem Gefühl der Entspannung und Beruhigung einher. Und dies wirkt sich positiv auf die Selbstheilungskräfte aus. 

Dr. Ulrich Warnke erläutert in diesem Gespräch diese Zusammenhänge: 


Donnerstag, 2. April 2015

Wie du deinen Verstand beruhigen kannst

Geht es dir auch manchmal so, dass deine Gedanken ununterbrochen um ein Thema kreisen?Fällt es dir schwer, diesen ständigen Strom an Gedanken abzuschalten? 

Diese Art von Denken ist anstrengend und macht müde. Man fühlt sich oft in diesen kreisenden Gedanken gefangen, ohne eine Lösung zu finden. Oft münden diese Gedanken in Vorurteile, Bewertungen oder sogar Verurteilung. Und das tut niemandem wirklich gut. Wir glauben, dass es uns nicht beeinträchtigt, wenn wir über jemanden anderen etwas Negatives denken, aber das stimmt nicht! Du brauchst mir nicht zu glauben, sondern prüfe selbst! 
Denke bewusst etwas Negatives über jemand anderen und fühle, wie es dir selbst dabei geht. Spüre in deinen Körper und sei dabei sehr aufmerksam. Was passiert?

Kopf mit NervenbahnenWir haben eine Menge von Konzepten gespeichert, nach denen wir Situationen, Menschen, Dinge, letztendlich alles was wir erleben, bewerten und beurteilen. Wir teilen unsere Welt gerne in Gut und Böse ein, in Richtig und Falsch. Doch dadurch entfernen wir uns von der Erfahrung, tief in den Moment einzutauchen und das JETZT zu erleben. Besonders schlimm wird es, wenn unser Verstand in uns Ängste produziert, in dem er ständig Sorgen über die Zukunft entwickelt, die noch gar nicht das ist. 

Vielleicht machst du dir Sorgen, wie du überleben kannst, solltest du deinen Job verlieren, obwohl du einen Job hast. Oder du machst dir Gedanken darüber, was passiert, wenn du keine Aufträge mehr bekommst, obwohl du gerade an einem Auftrag arbeitest. Dies erzeugt in dir Existenzängste, obwohl du sie real gar nicht haben müsstest. Sie entstehen nicht aufgrund einer realen Sitaution, sondern aufgrund von Angstszenarien, die dein Verstand erzeugt.

Wenn du das kennt, habe ich hier ein paar Tipps für dich, wie du aus diesem Muster aussteigen kannst:
Als erstes nimm diese Sorgen und angstvollen Gedanken bewusst wahr. Vielleicht magst du sie niederschreiben, damit es noch klarer wird, was dir da so im Kopf herum geht.

Dann frag dich, ob du sicher sein kannst, dass das wirklich stimmt und real ist, was du da denkst.


Natürlich könntest du deinen Job verlieren, aber ist diese Annahme heute und jetzt tatsächlich angemessen? 
Hast du bereits Gerüchte über bevorstehende Kündigungen gehört? 
Hat dir dein Vorgesetzter mit Kündigung gedroht? 
Gibt es sonstige Gründe, warum du bald deinen Job verlieren könntest?

Solltest du alle diese Fragen mit einem ja beantworten, dann stelle dich der Situation. 

Was ist das schlimmste, was passieren könnte? 
Und wenn das passiert, was kannst du dann tun? 
Wie kannst du mit der Situation umgehen? Welche Lösungen gibt es? 
Was brauchst du, um die Situation zu bewältigen? 
Wo könntest du Hilfe bekommen?

Schreib alles auf was dir einfällt, was du dann tun kannst. Wenn du fertig bist und nun sozusagen einen Plan hast, wie du mit der Sitatuation umgehen kannst, wie geht es dir dann? 

Solltest du jedoch zu der Einsicht gelangen, dass deine Gedanken einfach nur Befürchtungen sind, die zur Zeit keinen reallen Hintergrund haben, dann überlege dir, ob es heute, hier und jetzt Handlungsbedarf gibt. Kannst du jetzt etwas tun, etwas verändern? Wenn ja, was? 

Wenn nein, dann höre sofort auf. Denn wenn du weitermachst, kommst du in ein Gefühl der Ohnmacht. Wir haben keine Kontrolle über eine Situation, die noch weit in der Zukunft liegt und die vielleicht gar nicht eintrifft. Daher ist es Energieverschwendung, wenn du dich jetzt damit beschäftigst. Statt dessen lenke deine Aufmerksamkeit auf Dinge, die heute oder zumindest in absehbarer Zeit zu erledigen sind. Das ist viel sinnvoller und konstruktiver.

Mache es dir zu Gewohnheit, deine Gedanken darauf zu überprüfen, ob es hier und jetzt Handlungbedarf gibt. Wenn dem nicht so ist, dann beende die Beschäftigung mit dem Thema und wende dich Dingen zu, die du jetzt beeinflussen kannst.

Beschäftige dich mit Dingen, die deine volle Aufmerksamkeit erfordern. Dies können Hobbys sein, wo du ganz eintauchst und die Zeit verlierst. Dies kann auch die Bewältigung von Herausforderungen sein, die deine ganze Aufmerksamkeit benötigen. Beispielsweise Klettern. Da muss jeder Griff und jeder Schritt sitzen. Viele risikoreiche Sportarten oder Tätigkeiten werden so gerne betrieben, weil es dem Menschen die Möglichkeit bietet, ganz in die Erfahrung des Jetzt einzutauchen und sich so ganz bei sich und ganz lebendig zu fühlen. 

Meditiere regelmäßig oder mache andere Entspannungsübungen. Wichtig ist, dass du deine Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung desssen richtest, was gerade geschieht, was du fühlst, was du empfindest. Das geht nur, wenn du statt zu denken, in den Körper gehst und ihn spürst. 

Und hier noch eine kleine Übung, wie du deinen Verstand abschalten kannst: 

Nimm dir eine Uhr und lege sie vor dich hin. Starre den Sekundenanzeiger an und versuche 20 Sekunden lang nichts zu denken. Dann erweiterst du die Zeit auf 30 Sekunden, dann auf 40 Sekunden bis zu einer Minute usw. Beobachte, wie lange es dir tatsächlich gelingt und wann der Gedankenstrom wieder einsetzt. Das ist auch ok. Sobald du das merkst, gehst du mit der Aufmerksamkeit wieder zur Uhr zurück. 

Wir tun dies oft automatisch und starren dann für einige Zeit vor uns ins „Nichts“, wir nennen es auch „ins Narrenkastl schauen“. In diesem Moment sind wir im reinen Sein und genau darum geht’s. Denn im Hier und Jetzt gibt es kein Problem. 

Mir hat diese Übung geholfen, zum ersten Mal wirklich mich zu spüren und nicht mein Ego, das ständig versucht, basierend auf alten Konzepten aus vergangenen Erlebnissen, die Gegenwart zu kontrollieren und uns vom reinen Sein abzulenken. Selbst wenn es nur für kurze Zeit gelingt, aus dem Denken auszusteigen, ist es hilfreich und entspannend. Probiere es aus, ich wünsche dir viel Erfolg dabei!